Klaustrophobie – Angst vor engen Räumen
Der Aufzug, den du lieber nicht nimmst
Sechs Stockwerke Treppe statt Lift. Die Bahn statt das Flugzeug. Die Untersuchung beim Arzt aufschieben, weil ein MRI nötig wäre. Klaustrophobie – die Angst vor geschlossenen oder engen Räumen – zwingt dich zu Umwegen, die andere Menschen nicht einmal bemerken.
Dabei weisst du, dass der Aufzug sicher ist und das MRI-Gerät dich nicht einklemmt. Aber dein Körper reagiert trotzdem: Herzrasen, Schweissausbrüche, das dringende Bedürfnis, sofort raus zu müssen. Manchmal reicht schon der Gedanke daran.
Wo Klaustrophobie überall auftaucht
In meiner Praxis erlebe ich, wie unterschiedlich sich diese Angst zeigt. Manche kommen wegen eines konkreten Anlasses – ein MRI steht bevor, eine Flugreise, ein Konzert in einer vollen Halle. Andere spüren die Enge in Situationen, die man nicht sofort damit verbindet:
- Im Stau auf der Autobahn, wenn kein Ausweichen möglich ist
- Beim Coiffeur unter der Trockenhaube
- Im Kino, wenn man in der Mitte der Reihe sitzt
- In einer Menschenmenge, aus der man nicht schnell rauskommt
Das verbindende Element ist immer dasselbe: das Gefühl, nicht weg zu können.
Was in deinem Körper passiert
Klaustrophobie ist im Kern eine Panikreaktion auf fehlende Fluchtmöglichkeit. Dein Nervensystem bewertet die Situation als Bedrohung und schaltet in den Kampf-oder-Flucht-Modus – obwohl keine reale Gefahr besteht.
Interessant: Eine Studie im European Radiology zeigt, dass Selbsthypnose klaustrophobische Reaktionen bei MRI-Untersuchungen von 43% auf 16% reduzieren konnte – ohne Medikamente. Hypnose verändert, wie dein Nervensystem auf Enge reagiert.
Mein Vorgehen
Ich arbeite bei Klaustrophobie oft mit zwei Ansätzen, die sich ergänzen.
Zuerst suchen wir die Quelle: Wann hast du zum ersten Mal diese Enge gespürt? Manchmal ist es ein konkretes Erlebnis – eingesperrt worden als Kind, eine Panikattacke in einem Tunnel, ein medizinischer Eingriff. Manchmal hat sich die Angst über Jahre aufgebaut, ohne dass ein einzelnes Ereignis erkennbar ist.
In der Hypnose verändern wir dann, wie dein Nervensystem auf Enge reagiert. Konkret: Du erlebst in Trance eine enge Situation – den Aufzug, das MRI, den Tunnel – aber mit einem Gefühl von Ruhe und Kontrolle. Dein Unterbewusstsein speichert diese neue Erfahrung und beginnt, die alte Angstreaktion zu ersetzen.
Zusätzlich zeige ich dir eine kurze Atemtechnik, die du in der Situation selbst anwenden kannst, wenn die Anspannung steigt.
Wie viele Sitzungen?
Klaustrophobie lässt sich oft in einer bis zwei Sitzungen deutlich verbessern. Wenn sie mit anderen Ängsten zusammenhängt – etwa Flugangst oder einer allgemeinen Angstbereitschaft – kann es sinnvoll sein, breiter zu arbeiten.
Hypnosetherapie ist eine ergänzende Methode und ersetzt keine ärztliche oder psychotherapeutische Behandlung.
Kosten
- Dauer pro Sitzung: circa 90 Minuten
- Kosten: 150 CHF pro Sitzung
- Studenten/innen: 120 CHF pro Sitzung
- Arbeitssuchende: 120 CHF pro Sitzung
- Pensionierte: 120 CHF pro Sitzung
- Krankenkasse: Die Kosten werden derzeit nicht von den Krankenkassen übernommen.
Klient:innenstimmen
Ich habe die Hypnosetherapie besucht, weil ich grosse Angst vor einem medizinischen Eingriff hatte. Janine hat es verstanden, mich in einen Zustand von Entspannung, innerer Ruhe und Vertrauen zu führen. Ihre kompetente und einfühlsame Art haben mich sehr überzeugt. Die mit ihr festgelegten "Anker" konnte ich vor dem Eingriff wieder herholen, so dass ich recht gelassen sein konnte. Danke!
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